Werkzeug zur Hufbearbeitung: Dieses Werkzeuge brauchst du

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Wenn du selbst die Hufe deines Pferdes bearbeiten möchtest, um zum Beispiel die Intervalle zwischen den Hufterminen zu überbrücken oder im Krankheitsfall deines Hufexperten einspringen zu können, brauchst du das passende Werkzeug zur Hufbearbeitung.

Zur Grundausrüstung der Hufbearbeitung gehören:

  • Hufkratzer
  • Hufraspel
  • Hufmesser
  • evtl. ein Hufbock
  • evtl. Hufzange 

Hufauskratzer

Vielleicht wundert es dich, dass ich mit diesem Punkt anfange, schließlich gehört in jede gute Putzbox auch ein Hufkratzer. Trotzdem möchte ich ihn extra auflisten. Denn die Hufbearbeitung startet mit dem Auskratzen und Säubern der Hufe. Mit dem Hufkratzer reinigst du die Hufe deines Pferdes gründlich, bevor es ans Schneiden, Feilen und Raspeln geht.

Hufraspel

Mit einer Hufraspel kürzt du den Tragrand von unten und bearbeitest ausgebrochene Stellen oder Hebel an der Hufwand von außen. Raspeln haben eine feine und eine grobe Seite. Mit der feinen Raspelseite machst du den Feinschliff am Ende; Mit der groben Seite nimmst du zu Beginn mehr Material weg, wenn du viel Wandüberstand oder starke Hebel hast.

Bei der Hufraspel solltest du vor allem auf die Qualität achten. Hier eignen sich vor allem Raspeln aus dem Schmiedebedarf. Raspeln, die du im Reitsportgeschäft erhältst, sind meist nicht sehr langlebig.

Hufmesser

Hufmesser sind scharfe und präzise Werkzeuge, die du zum Ausschneiden von überschüssigem Sohlenmaterial verwendest.

Hufmesser sind mit verschiedenen Klingen und Griffen erhältlich, um deinen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben gerecht zu werden. Es gibt zum Beispiel Messer mit Einzelklingen als Rechts- oder Linkshändermesser oder Loop-Messer mit denen du in beide Richtungen schneiden kannst. Messer mit einer doppelschneidigen Klinge sind eher nicht zu empfehlen, da du hier das Messer nicht mit dem Daumen der freien Hand mitführen kannst (dabei würdest du dir in den Daumen schneiden).

Hufbock

Ein Hufblock ist kein Muss zur Hufbearbeitung. Allerdings erleichtert er dir die Arbeit am Huf, entlastet deinen Rücken und kann gerade bei schweren Pferden ein überaus hilfreiches und sinnvolles Werkzeug sein.


Falls du mit einem Hufbock arbeiten möchtest, empfehle ich dir ein Modell mit einer geschwungenen Auflage. So wird es für dein Pferd bequemer. Alternativ zum Kauf eines Hufbocks kannst du dir einen Bock selbst bauen. Im Internet findest du zahlreiche Anleitungen, wie du aus einfachen Holzblöcken Hufböcke bauen kannst.

Hufzange

Die Hufzanger ist ebenfalls kein Muss. Mit einer Hufzange (‚Nipper‘) nimmst du überschüssiges Material vom Tragrand weg. Wenn du die Hufe regelmäßig bearbeitest und gar nicht erst so lang werden lässt, brauchst du den Nipper nicht unbedingt. Die scharfen, robusten Klingen gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Ausführungen.

Wichtig: du solltest dir immer eine Einweisung in die Werkzeuge geben lassen. Sei es durch deine:n Hufexpert:in oder einen (Online-)Kurs, damit du genau weißt, wie das Werkzeug für die unterschiedlichen Strukturen eingesetzt wird und wie viel Material du an den unterschiedlichen Bereichen wegnehmen kannst.

Gute Qualität zahlt sich aus

Bei der Wahl vom Werkzeug zur Hufbearbeitung solltest du auf jeden Fall nicht an der Qualität sparen. Denn wer minderwertig kauft, kauft in der Regel zwei Mal. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Raspeln und Hufmessern, in unterschiedlichen Preiskategorien. Es ist ratsam, nicht die günstigste Ausstattung zu kaufen. Wenn du jedoch nicht vor hast, beruflich als Huf-Profi zu arbeiten, wählst du am besten Werkzeug zur Hufbearbeitung im mittleren Preissegment. 

Möchtest du mehr erfahren?

Mehr zum Thema Werkzeuge und Hufbearbeitung erfährst du in meinem Online-Kurs ‚Der gesunde Barhuf‘. Der Kurs richtet sich an alle Pferdebesitzer:innen, die zu echten Expert:innen rund um die Themen Hufe, Hufgesundheit und Hufbearbeitung werden möchte.

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